Tuesday, 11.12.18
home Günstige Literatur & Bücher Gute Bücher ? Schriftsteller werden ? Krimi oder Drama ?
Schriftsteller
Friedrich Schiller
von Goethe
Franz Kafka
Bertold Brecht
weitere Schriftsteller ...
Literaturepochen
Naturalismus
Sturm und Drang
Griechische Tragödie
Weimarer Klassik
weitere Literaturepochen
Berühmte Werke
Name der Rose, Eco
Der Vorleser, Schlink
Effi Briest, Fontane
Farbe Lila, Walker
Maria Stuart, Schiller
Faust, Goethe
weitere Werke ....
Lesen und Schreiben
Schreiben lernen
Beruf Schriftsteller
Literatur in Schulen
Bedeutung des Lesens
Lesen & Gesellschaft
weiteres zum Thema ...
Literaturgattungen
Märchen
Fabeln
Epik
Dramen
weitere Gattungen ...
Dies und Das
Bannerwerbung
RSS Feeds
Webmaster
Sitemap
Disclaimer
Impressum
Datenschutz
Phädra, Racine

Phädra, von Jean Racine


Die Tragödie "Phädra", dessen französische Ausgabe von Jean Racine stammt, wurde von Friedrich Schiller ins Deutsche übersetzt und 1805 uraufgeführt. Jean Racine, welcher von 1639 bis 1699 in Frankreich lebte, in seinem eigenen Land der größte Tragödiendichter war und aus der französischen Epoche der Klassik kaum mehr wegzudenken ist, orientierte sich bei seinem 1677 geschrieben Werk "Phädra" (im Originaltitel "Phèdre) an einem klassischen Eifersuchtsdrama mit tödlichem Ausgang. Jean Racine war berühmt für seine Liebestragödien und macht seinem Ruf auch in diesem Trauerspiel alle Ehre.



Ausgangsort, in welchem die Tragödie ihren Lauf nimmt, ist Griechenland. Dort wartet die unglückliche Phädra, Gemahlin des Theseus, König von Athen, auf die Rückkehr ihres Mannes, der sich im Krieg befindet. Als nach sechs Monaten der Abwesenheit ihre Mannes die Nachricht zu ihr durchdringt, er sei gefallen, öffnet sie ihre innersten Gefühle und macht ihrem Stiefsohn Hippolyt, Sohn des Theseus, ein Liebesgeständnis. Zuvor beginnt der erste Akt mit einem Gespräch des Hippolyt, der alle Vermutungen, sein Vater würde sich fernab seiner Heimat einer Mätresse hingeben, entrüstet abweist. Er betont in dieser Szene in aller Deutlichkeit, sein Vater bliebe seiner Gemahlin Phädra treu. Dadurch eröffnet er zugleich, welch Liebe und Stolz er für seinen Vater und König empfindet.

Zwischen ihren Gefühlen zu ihrem Stiefsohn, dessen Herz inzwischen für die von seinem Vater gefangengehaltene Aricia, seiner Feindin, entflammt ist, und ihrem Stolz, welcher sie davor bewahren will, mit der Offenbarung ihrer Gefühle eine Schwachstelle offenzulegen, hin- und hergerissen, entschließt sich Phädra dafür, ihre Gefühle über ihrem Stolz siegen zu lassen. Doch Phädra wird von Hippolyt zurückgewiesen und sinnt auf Rache.

Währenddessen begibt sich Hippolyt auf den Weg zu seiner Angebetenen Aricia, die durch den Tod Theseus nun keine wahrhaftige Bedrohung für das Königreich mehr darstellt, um ihr seine Liebe zu gestehen. Wider Erwarten stellt Aricia fest, dass sie mit ihren Gefühlen nicht alleine dasteht. Auch sie liebt Hippolyt. Er wäre der rechtmäßige Thronerbe, doch er übergibt Phädra das Zepter und will sein restliches Leben mit Aricia verbringen. Als Theseus überraschend zurückkehrt, nutzt Phädra diese Chance, um sich an Hippolyt zu rächen und das Glück der beidenVerliebten zu zerstören. Voll erfülltem Hass wendet sie sich an ihren Gemahl und überzeugt ihn davon, dass sich ihr Hippolyt unsittlich genähert habe, als Theseus abwesend war.

Der König schenkt seiner Frau mehr Glauben als seinem Sohn und verbannt Hippolyt. Dieser will gemeinsam mit seiner Geliebten fliehen, doch sein Vater setzt einen Krieger auf ihn an, der ihn töten soll. Vollkommen blind vor Liebe verflucht er den Tag, als er seinen Sohn zeugte. Hippolyt will seinen Vater nicht bloßstellen und anstatt Phädras Lüge aufzudecken, hofft er, dass die Götter für Gerechtigkeit sorgen.

Einige Zeit später dringt die Nachricht zum König durch, dass sein Sohn im Kampf mit einem drachenähnlichen Tier gefallen sei. Als Theseus bewusst wird, wie sehr er seinen Sohn liebte, trifft er auf Phädra, die sich selbst schlimmste Vorwürfe macht und mit ihrem Tod ihre Schuld tilgen will. Nachdem sie einen Gifttrunk eingenommen hat, gesteht sie ihrem Gemahl ihre schändliche und verhängnisvolle Lüge. Als Phädra stirbt, zeugt der König von keinerlei Mitleid und gesteht sich selbst ein, dass kein Tod seinen Sohn und dessen Ehre wieder zum Leben erwecken kann. Er begnadigt Aricia, wie es Hippolyts letzter Wunsch war und nimmt sie als seine Tochter an.



Das könnte Sie auch interessieren:
weitere Werke ....

weitere Werke ....

Berühmte Literatur Hier möchten wir Ihnen Literaturklassiker vorstellen. Viele werden Sie kennen. Zumindest ein paar von Ihnen. Wir möchten Ihnen diese berühmten Werke ein wenig näher ...
Blütenstaubzimmer, Zoe Jenny

Blütenstaubzimmer, Zoe Jenny

Das Blütenstaubzimmer, von Zoe Jenny Zoe Jenny, eine schweizerische Schriftstellerin, die 1974 in Basel geboren ist, brachte ihr Werk "Das Blütenstaubzimmer", welches den Literaturpreis erhielt, 1997 ...
Literatur wissen