Monday, 18.12.17
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Der Vorleser, Schlink

Der Vorleser, Bernhard Schlink


Der Vorleser ist ein Roman von Bernhard Schlink In dem 19 erschienen Drama "Der Vorleser" von Bernhard Schlink werden historische Hintergründe, wie der Nationalsozialismus, Judenverfolgung und Holocaust und die NS-Prozesse in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR), näher beleuchtet. Bernhard Schlink bindet dazu den pubertierenden Michael und die erwachsene Hanna in seine Handlung mit ein. Die beiden lernen sich 1958 kennen, als Michael an Gelbsucht erkrankt und sich in einem Hof übergibt. Hanna nimmt ihn mit in seine Wohnung und bringt ihn anschließend zu seinen Eltern nach Hause. Nach vier Monaten, als Michael wieder vollkommen gesundet ist, soll er sich mit einem Blumenstrauss bei Hanna bedanken. Beim wiederholten Aufeinandertreffen der beiden entdeckt Michael Hannas weibliche Reize und schämt sich dafür, ihr an diverse Stelle geguckt zu haben, als sie sich umgezogen hat. Beschämt rennt er nach Hause. Eine Woche später entschließt sich Michael dazu, Hanna erneut aufzusuchen. Die beiden haben Sex miteinander und Michael verliebt sich in Hanna. Von diesem Zeitpunkt an entwickelt sich eine Affäre zwischen dem erst fünfzehnjährigen Michael und der um so vieles älteren Hanna.



Mit der Zeit beginnt zwischen den beiden ein Ritual. Zuerst liest Michael Hanna etwas aus Büchern vor, dann duschen die beiden und schließlich verkehren sie miteinander und liegen danach noch ein wenig zusammen im Bett.

Michael liebt Hanna bedingungslos und nimmt etwaige Opfer dafür in Kauf. Als die beiden gemeinsam eine Radtour unternehmen und Michael morgens das Hotel verlässt, um für seine Hanna eine Rose zu besorgen, kristallisiert sich bereits heraus, dass Hanna weder lesen noch schreiben kann; sie schlägt Michael mit einem Gürtel ins Gesicht, weil dieser angeblich keinen Zettel geschrieben habe, auf dem stünde, dass er gleich wieder da wäre. Während dieser Vorfälle bemerkt der Leser Michaels bedingungslose Unterwürfigkeit gegenüber Hanna, als jener in einem Kaufhaus für Hanna klaut. Jene erniedrigt ihn oft und zeigt sich in einer dominanten Rolle.

Mit der Zeit distanziert sich Michael immer mehr von Hanna und verschweigt sie seinen Freunden. Er nimmt die Schuld nicht länger nur auf sich und wehrt sich gegen Hannas Erniedrigungen mit Liebesentzug. Als Michael eines Tages Hanna besuchen möchte, ist sie unbekannt nach Hamburg verzogen. Michael macht sich Vorwürfe, sie verleugnet zu haben. Während seiner restlichen Schul- und der darauffolgenden Studienzeit entwickelt Michael ein gestörtes Verhältnis zu Frauen und spielt mit deren Gefühlen. 1965 nimmt er wegen seines Jura-Studiums an einem KZ-Prozess teil, der mehrere Sitzungen und Verhöre beinhaltet. Dort trifft er auf Hanna, die als Angeklagte am Prozess teilnimmt. Sie war während des Nationalsozialismus Schließerin eines KZs.

Michael erkennt, dass er keine Gefühle mehr für Hanna hegt und ist erleichtert, dass er sich nicht mehr mit ihr auseinandersetzen muss. Hanna wird vorgeworfen, eine Selektion von KZ-Häftlingen vorgenommen zu haben, die die Opfer dazu verdammte, nach Auschwitz abtransportiert zu werden. Des Weiteren soll sie die Schuld am Tod von mehreren hundert Gefangenen tragen, als sie diese während eines Bombenhagels in der Kirche einsperrte. Hanna stimmt in einigen Punkten der Anklage zu, in anderen will sie ihre Schuld nicht einräumen. Die Mitangeklagten schieben die ganze Schuld auf Hanna. Ein Schriftvergleich von Hanna und einem SS-Bericht soll angefordert werden. Daraufhin gibt Hanna ihre Schuld zu und ihr bleibt die Schriftprobe erspart. Michael wird klar, dass Hanna Analphabetin ist. Einige Tage später wird sie zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

In der folgenden Zeit erlebt der Leser Michael als äußerst in sich gekehrt. 1969 heiratet er die Jura-Studentin Gertrud, die ein Kind von ihm erwartet. Bereits fünf Jahre später erfolgt die Scheidung. Es folgen drei weitere Beziehungen zu Frauen, die für ihn jedoch ohne Erfüllung bleiben. Da Michael nun immer öfters an Hanna denken muss, bespricht er ihr Kassetten, die er ins Gefängnis sendet. Vier Jahre später erhält er einen knappen Brief von Hanna, später folgen weitere. 1983 soll Hanna entlassen werden und die Gefängnisdirektorinm bittet Michael, für sie zu sorgen und sie bei der Reintegration in die Gesellschaft zu unterstützen. Zu diesem Anlass soll er Hanna bereits vorher besuchen, schiebt dies jedoch immer wieder vor sich hin. Er hat Angst vor einer Konfrontation. Da er es aber sonst nicht mit seinem Gewissen vereinbaren könnte, besucht er sie. Am Tag ihrer Entlassung erfährt Michael, dass Hanna Selbstmord begangen hat. Von der Gefängsnisleiterin erfährt er, dass Hanna stets auf einen Brief von ihm gehofft habe. Sie hatte ihm einen kurzen Brief hinterlegt, mit der Bitte, ihren testamentalischen Nachlass an die Tochter eines NS-Opfers zu übersenden. Da diese das Geld aber nicht annehmen will (hätte damit gezeigt, dass sie ihr vergibt), spendet Michael es einer jüdischen Einrichtung, die sich für Analphabeten einsetzt.

Am Ende des Romans gewährt uns Michael, der zugleich auch der Erzähler ist, Einblick in seine noch vorhandenen Schuldgefühle gegenüber Hanna. Die Geschichte mit ihr lasse ihn nicht los.



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